Fruchtfolge & Gründüngung

Fruchtfolge und Gründüngung ist nicht billig,
aber nicht nur eine Maschine braucht Wartung sondern auch der Boden.

Bei den Fruchtfolgen wird versucht, dass Kartoffeln nur alle 3 Jahre am gleichen Feld wachsen, Wurzel- und Kohlgemüse alle 4 bis 5 Jahre und Salate alle drei Jahre.
Bedingt durch teilweise kurze Fruchtfolgen im Gemüsebau, wird am Betrieb Feldinger mit sehr viel Gründüngung gearbeitet. Sobald ein Feld länger als 8 Wochen ohne Kultur ist, wird eine Gründüngung mit verschiedensten Pflanzengemeinschaften
gesät. Bei Sommerbegrünungen werden Pflanzengemeinschaften aus Platterbsen, Ackerbohnen, Hafer und Sonnenblumen gesät, bei Winterbegrünungen Grünschnittroggen und Winterwicken. Die Familie Feldinger nimmt Pflanzenmischungen, weil jede Pflanze andere Wurzelausscheidungen hat, jede Pflanze unterschiedlich tief wurzelt und daher den Boden unterschiedlich lockert. Getreide bringt Kali und Phosphor in den Boden. Das Mulchen der Sommerbegrünung erfolgt vor dem Blühbeginn der Sonnenblume, weil diese bei Blühbeginn dem Boden wichtige Nährstoffe entzieht. Das Mulchen der Winterbegrünung darf nicht zu spät sein, da die Pflanzen sonst zu holzig werden.
Feldinger Johann beschreibt die Gründüngungseffekte folgendermaßen: „Aus arbeitswirtschaftlicher Sicht kostet eine Gründüngung viel Zeit, sie wird gesät, um sie dann wieder einzuarbeiten. Eine Gründüngung ist nicht billig, aber auch eine
Maschine braucht Wartung. Allerdings fördert eine Gründüngung die Bodenlebewesen, steigert den Humusaufbau erheblich, unterdrückt das Unkraut und bringt eine gratis Düngung.“